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Ich habe einige Tiere, die ein neues Zuhause suchen. Weiteres könnt ihr unter Abgabetiere lesen.
Info: Ich habe meine Zuchtgruppe abgegeben und halte selber keine Zwerggeckos mehr. Bei Interesse an Nachzuchten kann aber gerne der entsprechende Kontakt weitergegeben werden. Anfragen bitte via Kontaktformular.
Tropiocolotes steudneri ist eine in der zentralen und östlichen Sahara weit verbreitete Zwerggeckoart, die in der Natur auf sandigem Boden und unter Steinen zu finden ist. Wie alle Tropiocolotes-Arten sind auch sie nachtaktiv und vorwiegend bodenbewohnend.
Die Tiere erreichen eine maximale Länge von ca. 70 bis 75mm, wobei die Weibchen meist ein wenig grösser werden, als ihre männlichen Artgenossen. Die Geschlechter sind relativ schwer zu erkennen, da sich Farbe und Zeichnung bei beiden Geschlechtern nicht unterscheiden. Einzige erkennbare Geschlechtsmerkmale sind die vergrösserten Hemipenistaschen bei den Böcken und evtl. vorhandene Kalksäckchen bei den Weibchen erkennen.
Während der Fortpflanzungszeit, die ungefähr von Februar/März bis Oktober dauert, können die Weibchen etwa alle 5 Wochen ein einzelnes, relativ grosses Ei produzieren. Die Eier werden normalerweise unter Steinen versteckt oder in lockerem Sand vergraben. Je nach Temperatur schlüpfen die Jungtiere nach rund 60 Tagen.
In der Literatur wird als empfohlene Terrariengrösse für 4-5 Tiere ein Terrarium mit den Massen 50x30x25 angegeben1. Ich selber halte meine Tiere (zur Zeit 2.4.1) in einem 80x40x40-Becken, das neben etlichen Höhlen und andere Versteckmöglichkeiten zusätzlich mit kleinen Hügeln strukturiert ist. Als Beleuchtung verwende ich hauptsächlich einen 40W-Spot, der über dem als Hauptversteck dienenden Felsen angebracht ist. Dieser sorgt lokal für Temperaturen von bis zu 38°C; an der kühlsten Stelle im Terrarium beträgt die durchschnittliche Temperatur noch knapp 25°C.
In die mindestens 4 bis 5cm dicke Sandschicht habe ich ein wenig Lehmpulver gemischt und die Terrarienlandschaft so geformt, bevor die Tiere eingezogen sind. Als Hauptversteck dienen den Tieren die Spalte zwischen zwei flachen, aufeinandergelegten Steinen, sowie eine daran angrenzende, von mir mit Hilfe von Kork und feuchtem Sand angelegte Höhle. Auch die zusätzlichen Verstecke unter Korkstücken oder in den beiden Kunstfelsen werden gerne als Unterschlupf genutzt.
Als Nahrung können Futterinsekten in der passenden Grösse genutzt werden. Ich füttere meine Geckos hauptsächlich mit Mikro- und kleinen Heimchen und Grillen. Von Zeit zu Zeit sorge ich mit Ofenfischchen und anderem Krabbelzeug für Abwechslung. Obwohl die Tiere die meiste Feuchtigkeit über die Nahrung aufnehmen, sollte regelmässig in einer flachen Schale Wasser angeboten werden. Während der Zeit, in der die Schale trocken ist, biete ich den Geckos - speziell den Weibchen - zerriebene Sepiaschale oder Vitaminpulver an, das sie bei Bedarf selber zu sich nehmen.
1 Draco Nr. 18, 2004